‘Umaklickn’ braucht Zeit

Momentan geht es nicht so recht voran mit dem Projekt und ich persönlich bin damit sehr unzufrieden. Bis zum 11. Januar ging gar nichts wegen Weihnachten und Silvester und Ferien. Danach brauchten alle wieder eine Woche, um in den normalen Alltag zurückzufinden. Es ist auch nicht so, dass sich nichts tut. Wir werden von vielen Seiten angesprochen. Das Projekt ist im Tal im Bewusstsein der Menschen und bei Veranstaltungen, kommt man auf uns zu und fragt an, ob wir mit dem Projekt auch mal vorbeischauen können, spinnt Ideen. Aber es gibt keinen konkreten Termin. Das gefällt mir nicht, aber es hilft nichts. Ich spüre sehr genau, wenn man drängt, einen Termin zu fixieren, dann ziehen sich die Menschen wieder in ihr Schneckenhaus zurück. Das Thema Internet ist mit diffusen Ängsten belegt und wenn man da zu forsch wird, dann verschreckt man diejenigen, die sich gerade getrauen wollten und das wollen wir ja schließlich auch nicht.

Gespräche gibt es zahlreiche und Ideen auch, zum Beispiel sind wir eingeladen in einen kleinen Laden im Tal, in eine Konditorei, zum Pensionistenverband, zu einer Bank und zu einer jungen politischen Partei. Ein Ort hat einen Postwurf vorbereitet, um zum Projekt einzuladen… Aber eben ohne konkreten Termin.

Und wir haben einige Leute, die eine Einzelstunde haben möchten, aber bei einigen scheitert es am Termin und bei anderem an der Ausrüstung.

Wir müssen Geduld haben!

Gegenwind zum Projekt

Unser Projekt bekam in den letzten Tagen erheblichen Gegenwind. Bei den Gesprächen bisher trafen wir auf mehr oder weniger taube Ohren oder großes Interesse mit einer aktiven Abwehr haben wir nicht gerechnet. Jemand hat eine E-Mail an den Projektträger die Netidee geschickt und darin behauptet wir hätten die Idee für “Umaklickn” gestohlen. Wir waren sehr betroffen über diese Anschuldigung und die Art, wie diese vorgebracht wurde. Die Personen hinter der Sache sind uns sehr gut bekannt und wir hätten uns vorher ein klärendes Gespräch gewünscht, bevor der Projektträger kontaktiert wird. Die Emotionen gingen auf beiden Seiten sehr hoch und wir haben einige Tage überlegt, ob wir das Projekt weiterführen sollen, wenn es schon vor dem eigentlichen Beginn auf solch heftige Gegenwehr trifft.

Umaklickn ist ein sehr soziales Projekt. Wir schreiben keine Software, sondern wir gehen auf ganz viele Menschen zu und werden versuchen, Ihnen die Scheu vor dem Internet zu nehmen. Da gibt es ganz große Ängste und wir sind als Menschen da sehr gefragt und gefordert. Uns hat diese Anschuldigung sehr tief getroffen und es war zunächst sehr schwer, damit umzugehen. Achim hatte auf der Pressekonferenz in Wien gemeint, ihn interessiere auch der psychologische Aspekt an diesem Projekt. Dass wir so schnell und so stark direkt zu Beginn mit der psychologischen Seite konfrontiert werden sollten und von einer ganz anderen Seite, konnten wir zu der Zeit nicht ahnen.

Inzwischen ist die Anschuldigung zurückgezogen. Es hat bereits ein klärendes persönliches Gespräch gegeben und wir haben uns entschieden, weiter zu machen, weil wir die Menschen, die sich schon auf das Projekt freuen und uns bisher unterstützen nicht enttäuschen wollen.

In diesem Zusammenhang möchten wir uns sehr bei der Netidee bedanken für ihre Unterstützung. Als Projektträger fand die Netidee es sogar gut, dass unser Projekt einen solchen Wirbel erzeugt, weil dadurch deutlich wird, dass es die Menschen anspricht und den Nerv der Zeit trifft. Das hätten wir selber nie so gesehen. Wir fühlen uns wirklich sehr gut aufgehoben und begleitet.