Die Seniorenrunde in Gmünd

Vom Seniorenverband Gmünd in Kärnten fanden sich 7 Interessierte ein zu unserem Vortrag über das Internet. Vorab haben wir die vier Frauen und drei Männer gefragt, warum sie bisher nicht den Schritt an den Computer gewagt haben und was sie denn im Internet interessieren würde? Auch die, die es schon mal probiert haben, waren noch sekptisch. Wie so oft wurden als Hindernisse genannt: Angst vor Fallen und Betrug und zu wenig Ahnung von der Technik. Als Interessensgebiete wurden aufgeführt: Wissen (Lexikon), regionales, Zeitung lesen, Münzen, Wandern und Ausflüge, Urlaub, online banking.

Wir haben dann zunächst über die Ängste gerdet und draüber gesprochen, wie man den Hausverstand auch beim Surfen nutzen kann und auf was man achten soll, z.B. wenn ich Angaben zu meiner Person machen soll. Dann habe wir einige Seiten zusammen angeschaut und diverse Funktionen erklärt, wie Links, Bildergalerien usw. Wir waren auf Wikipedia, So Isses, google maps, google earth und bei google.

Die Gruppe war so begeistert von den vielen Möglichkeiten des Internets, dass sie sich jetzt mehr damit beschäftigen will. Einige müssen erst noch einen Computer kaufen und andere brauchen wahrscheinlich eine bessere Internetverbindung, damit das Surfen auch Spaß macht. Wir haben beschlossen uns regelmäßig zu Treffen, in einem Raum mit Internetverbindung und wollen dann gemeinsam Surfen. Das nächste Treffen ist aufgrund von Jahreshautpversammlung des Verbands und Ostern am 7. April. Dann werden wir schon aktiv am Computer das Internet durchstreifen.

Beim Faschingsfrühstück

Wir waren eingeladen mit unserem Projekt “Umaklickn” zum Faschingsfrühstück in Malta. Annie Dannler-Swatt betreibt dort eine Sozialkontakt-Tankstelle in einem Nahversorger-Laden. Annie meinte, dass die Leute beim Fasching vielleicht etwas lockerer wären und sich eher trauen würden, sich dem Internet zu nähern.

Wir haben also am Faschingssamstag dort unser Laptop aufgebaut. Es sind auch einige Leute gekommen. Der kleine Raum war wirklich bis auf den letzten Platz besetzt. Allerdings haben wir schnell gemerkt, dass die Leute zum Feiern gekommen sind und nicht zum Umaklickn.

Wir haben mehrmals darauf hingewiesen, dass man es mal probieren könnte, doch dann kam das Gegenargument “nicht hier vor den Anderen!”

Die Idee war gut, aber leider hat es nicht funktioniert.

Wir werden Annie einige Flyer vorbei bringen und sie im Laden auslegen. Vielleicht hat ja doch jemand Lust auf eine Einzelstunde am heimischen Computer.

Erste Veranstaltung: Christkindlmarkt

Wir hatten auf dem Christkindlmarkt in Gmünd in Kärnten einen eigenen kleinen Stand und haben dort ein Laptop aufgebaut. Das WLAN wurde zur Verfügung gestellt von der Konditorei Rudiferia. Vielen Dank dafür!

Neben dem Computer haben wir ein Schild aufgestellt “gratis Umaklickn”. Viele Leute haben sich für unseren Stand interessiert. Einige sind stehengeblieben und wir sind ins Gespräch gekommen. Und einige haben tatsächlich umageklickt!

Wieder haben wir die Ablehnung gespürt und wieder haben einige Leute gesagt, dass es sie interessieren würde. Wir haben vom Projekt erzählt und unsere Infoabende und Einzelsitzungen angeboten. Zwei Personen haben Interesse an einer Einzelstunde gezeigt. Dabei haben wir gemerkt, dass unser Infoblatt zwar schon gut ist, aber wir brauchen Visitenkarten. Wirklich interessierten Leuten könnten wir dann eine Visitenkarte mitgeben.

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Bei den Ablehnungen kam oft wieder “Ich bin zu alt”. “Das kann ich nicht mehr lernen.”

Es gab auch skurile Gespräche. Ich wurde gefragt, warum man sich nicht so unterhält, warum man das über facebook tun muss. Daraufhin habe ich erzählt, dass ich neulich Menschen in einem Lokal getroffen habe, dich ich vorher nur über Twitter und facebook kannte. “Und was hat das für einen Sinn?” fragte mein Gesprächspartner. Meine Antwort: “Leute kennen lernen!” Und dann kam die Frage: “Wollen Sie das?” …

Einige – auch ältere Leute – haben tatsächlich in die Tasten gegriffen. Immer wieder gut, ist das Haus bei google maps oder google earth von oben anzuschauen. Das ist ein richtiger Eisbrecher. Die Kinder hatten natürlich die wenigsten Berührungsängste. Sie wollten gleich spielen.

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Für zukünftige Veranstaltungen müssen wir uns eine mögliche Themenliste überlegen, so dass wir etwas vorschlagen können. Wenn sich dann schon jemand an den Computer traut, weiß er meist gar nicht, was er tun könnte. Wir haben schon angefangen, eine solche Liste zu erstellen. Gerne nehmen wir per Kommentar noch Anregungen entgegen.

Mit der ersten Veranstaltung sind wir sehr zufrieden und freuen uns auf weitere. Wir müssen wirklich sehr behutsam vorgehen und dürfen die Menschen nicht bedrängen. So eine lockere Atmosphäre auf dem Markt war genau richtig.

Ich hatte eigentlich vor, die Leute zu befragen, wie alt sie sind oder was sie bisher im Internet gemacht haben, aber das würde zu weit gehen. Beim nächsten Mal versuche ich wenigstens eine Strichliste zu führen, wie viele Leute sich interessiert haben und sie vielleicht in drei oder vier Altersgruppen einzuteilen.

Erste Versuche

Bei einer schon länger geplanten Veranstaltungen haben wir erste Versuche mit ‘Umaklickn’ gemacht. Wir wollten gemeinsam über Beamer “So Isses” anschauen. Im Vorfeld haben wir dann aufgerufen zum Weihnachtsbaumschmücken auf www.soisses.at. Das ist ein kleines Spiel, was spontan entstanden war.

Klaus hat sich getraut und zum ersten Mal mit einem Trackpad gearbeitet und dabei sorgfältig den Weihnachtsbaum dekoriert.

Von den weiteren Anwesenden konnten wir niemanden mehr aktivieren, an den Computer zu gehen. Es ist schon erstaunlich welch enorme Abwehr bei einigen gegen Computer besteht. Als Argument wurde zum Beispiel “bin zu alt dafür” genannt.